Bestattungsformen
Jeder Mensch kann aber auch durch letztwillige Verfügung für den Fall seines Todes Anordnungen über Art und Ort seiner Bestattung und deren Ausgestaltung treffen. Solche als formgerechter letzter Wille getroffenen Anordnungen über seine Bestattung oder durch Einsetzung und Beauftragung eines Testamentsvollstrecker, die Bestattung in bestimmter Art und Weise zu veranlassen, sind dagegen für Angehörige rechtlich bindend. Fehlt es an einer Willensäußerung des Verstorbenen, so sind die Angehörigen berechtigt, über Art und Ort der Bestattung und die Einzelheiten zu deren Gestaltung zu entscheiden. Dabei geht der Wille des überlebenden Ehegatten vor dem aller Verwandten.

Erdbestattung

Bestattungsart und Bestattungsort

Die traditionelle Form der Bestattung ist die Erdbestattung, die im Bundesdurchschnitt bei 60% liegt.
Der Körper des Verstorbenen wird in einem Sarg auf einer Wahl- oder Reihengrabstelle der Erde übergeben.
Während einer Ruhefrist von 20 bis 30 Jahren vergeht der Körper.

Im Christentum ist die Erdbestattung die übliche Form gewesen.
Die Erdbestattung ist ein Ritual, bei dem bestimmte Verhaltensweisen und Prozesse normalerweise ohne notwendige Absprachen eingehalten werden. Diese unterscheiden sich je nach Religion, Land und Stadt zum Teil erheblich.
Erdbestattungen müssen in Deutschland innerhalb von 8 Tagen nach dem Tod und können frühestens 48 Stunden nach dem Tod durchgeführt werden.

Es stehen folgende Grabarten zur Verfügung

Das Reiheneinzelgrab

wird der Reihe nach von der Friedhofsverwaltung vergeben und kann nicht ausgewählt werden.
Die Ruhefrist beträgt 20 Jahre und ist nicht verlängerbar.

Das Sargrasengrab

ist ein Reihengrab ohne das man die eigentliche Grabstelle erkennt. Nach der Beisetzung des Sarges wird das Grab eingeebnet und mit Rasen eingesäht
Die Ruhefrist beträgt 20 Jahre und ist nicht verlängerbar.

 

Das Wahlgrab:

Bei einem Wahlgrab können Lage und Gestaltung im Rahmen der Friedhofssatzung selbst bestimmt werden.
Man erwirbt das Nutzungsrecht für 30 Jahre ist aber verlängerbar.

Man unterscheidet zwischen ein- oder mehrstelligem Wahlgrab
entweder nebeneinander oder übereinander (Tiefgrab).

 
 
 
 
Flussbestattung
Aschenbeisetzungen ohne Begleitung in den niederländischen Flüssen: Maas, Ijssel, Waal, Neder-Rijn

Ablauf:

Die Aschenbeisetzung ohne Begleitung:

  • Die Asche der/des Verstorbenen wird während einer kleinen würdevollen Zeremonie von Bord eines unserer Schiffe dem Wasser übergeben.

Die Aschenbeisetzung im engsten Kreis:

  • An Bord des Schiffes verlassen Sie die Anlegestelle in Roermond/Stadt.
  • Der Weg führt sie über den Fluss Maas und den angrenzenden Seen.
  • An einer ruhigen Stelle im Fluss/See stoppt das Schiff auf.
  • Die Asche wird nun in einer kleinen würdevollen Zeremonie von einem unserer Mitarbeiter dem Wasser übergeben.
  • Auf Wunsch können die Anghörigen die Asche selbst dem Wasser übergeben.
  • Die Fahrzeit beträgt ca. 45 Minuten.

Die Aschenbeisetzung mit Trauerfeier auf dem Schiff:

  • Das Schiff verlässt die Anlegestelle in Roermond/Stadt und fährt Richtung Maas und den angrenzenden Seen.
  • Die Trauerfeier beginnt kurz nach dem Erreichen des Flusses. Zum Ausgang der Trauerfeier wird die Asche durch einen Mitarbeiter oder auf Wunsch auch durch die Angehörigen selbst dem Wasser übergeben.
  • Die Fahrzeit beträgt ca. 1 bis 1,5 Stunden je nach Dauer der Trauerfeier.

 

Alle Aschenbeisetzungen erfolgen in einer speziellen Flussbestattungsurne.

 
Feuerbestattung

Unter Feuerbestattung, auch Kremation, Kremierung oder Einäscherung, versteht man die Verbrennung einer Leiche. Dieser Vorgang wird in einem Krematorium durchgeführt. Die Beisetzung erfolgt gewöhnlich in einer Aschekapsel.

 
Seebestattung

Die Seebestattung ist eine Form der Feuerbestattung. In der Regel findet am Heimatort des Verstorbenen eine Trauerfeier mit anschließender Einäscherung statt. Das Krematorium oder der Bestatter übersendet die Urne an eine Seebestattungsreederei. Dort wird die Asche in eine Seebestattungsurne aus auflösbarem Material (Quarzit, Zellulose, Anhydrit) umgefüllt. Die Angehörigen haben die Wahl, ob sie an der Bestattung der Urne auf hoher See teilnehmen möchten oder nicht.

Es ist ratsam zu Lebzeiten handschriftlich unter Angabe von Ort, Datum, Unterschrift (Vor- und Zuname) und einer Begründung festzuhalten, dass man seebestattet werden möchte.


 

 

Weiterlesen...
 
Diamantbestattung

Diamantbestattung

http://www.algordanza.de/